Anlässlich des Welttages zur Suizidprävention am 10. September erinnert die Bundesärztekammer daran, dass die Suizidprävention eine ärztliche Kernaufgabe in allen Bereichen der Medizin sei. Schließlich begegneten Ärztinnen und Ärzten täglich Suizidgedanken und suizidalen Krisen, häufig lange bevor Betroffene psychiatrische oder psychotherapeutische Hilfen in Anspruch nehmen würden.
“Suizidprävention beginnt im Sprechzimmer”, betont Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer.
Daneben seien aber auch gesellschaftliche Anstrengungen nötig, um Suizide zu vermeiden und die Suizidprävention weiter zu stärken. Der vorliegende Referentenentwurf zur Suizidprävention reiche nicht aus.
Die Bundesärztekammer fordert unter anderem Krisendienste, Beratungsangebote und weitere Ansprechpartner niedrigschwellig und schnell verfügbar zu machen.
Auch sei eine bundesweit einheitliche Telefonnummer zur Hilfe für Menschen mit Suizidgedanken und ihre Angehörigen erforderlich. Weiterhin seien konsequente Schutzmaßnahmen an bekannten Hotspots für Suizide wie bestimmte Brücken, hohe Bauwerke und Abschnitte von Bahnstrecken nötig.
red