Für Kinder besteht bei Fernreisen das höchste Risiko keineswegs in Infektionskrankheiten, da es gute Impfstoffe gibt und fast alle Reiseimpfungen schon ab einem sehr jungen Alter zugelassen sind. Vielmehr bergen Verkehrsunfälle oder Stürze ein Gesundheitsrisiko. Und bei manchen Reiseplänen mit sehr kleinen Kindern muss man in der reisemedizinischen Beratung auch mal abraten.
Ein zentraler Schwerpunkt der Reiseberatung von Familien sind Kinderimpfungen.
Fragt man Eltern nach den Risiken für ihre Kinder auf einer Fernreise, werden oft Infektionskrankheiten an erster Stelle genannt. “Die sind aber in den meisten Fällen nicht lebensbedrohlich, zumal es sehr gute Impfstoffe gibt”, so Dr. Markus Frühwein. “Lebensbedrohliche Risiken sind vor allem Verkehrsunfälle, aber auch Ertrinken oder Stürze”, erklärte der Reisemediziner beim diesjährigen Forum Reisen und Gesundheit.
“Trauma ist weltweit die führende Todesursache bei Kindern auf Reisen. Besonders besteht das Risiko natürlich bei Reisen in Ländern mit niedrigen Sicherheitsstandards.” Daher sei manchmal auch der Hinweis auf eine sichere Sitzmöglichkeit sinnvoll, wenn beispielsweise längere Autofahrten im Zielland geplant sind.
Ein zentraler Schwerpunkt der Reiseberatung von Familien sind aber die Kinderimpfungen. Frühwein: “Das Gute ist: Fast alle Reise-Impfstoffe sind schon für Kinder in einem sehr jungen Alter zugelassen (Tab. 1). Ausnahmen sind die Chikungunya- (ab zwölf Jahren) und die Dengue-Vakzine (ab vier Jahren).”
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