Hiermit loggen Sie sich bei DocCheck aus.
Abbrechen

In eigener SacheLeserbriefe 06/2026

Pluralistische Demokratie muss alle Meinungen aushalten

Betreff: “Button gegen Rechts” (“Hausärztliche Praxis” 16/2025) bzw. Leserbrief und Replik der Redaktion (“Hausärztliche Praxis” 19/2025).

“Gegen Rechts” ist ein Framing, das bewusst unklar gewählt ist. Damit soll jede Politik, die rechts von der (sozialistischen) Linkspartei, den Grünen und SPD angesiedelt ist, diskreditiert werden. Konservative, Liberale und Libertäre sind bei “gegen Rechts” mit gemeint.

Somit ist der Slogan “gegen Rechts” letztlich antipluralistisch und damit antidemokratisch! Denn eine pluralistische Demokratie muss Meinungen von linksextrem bis rechtsextrem aushalten, solange die sich im Rahmen des geltenden Rechts bewegen.

Und wenn man sich schon gegen Extremismus ausspricht, dann doch bitte gegen Linksextremismus und Islamischen Extremismus genauso wie gegen Rechtsextremismus.

Dr. Burkhard Jahn, Facharzt für Allgemeinmedizin in Schortens

Rüstung senkt das Kriegsrisiko nicht, sondern lässt es steigen

Betreff: “Im Kriegsfall: Wie können sich Arztpraxen vorbereiten?” (“Hausärztliche Praxis” 20/2025)

Mit Bestürzung haben wir Ihren Artikel zur Wehrfähigkeit von Praxen zur Kenntnis genommen. Wir kennen die Aufforderung von oberster militärischer Stelle, die Bevölkerung mit einem “Mindsetting” auf den Bündnis- und Verteidigungsfall einzustimmen.

Nun reiht sich auch die “Hausärztliche Praxis” in die Reihe derer ein, die das Gesundheitswesen “resilient” (gemeint ist “kriegstüchtig”) machen wollen. Argumentativ kommt dabei der Zivilschutz (gedacht für den Krieg) unter der Tarnkappe des Katastrophenschutzes (gedacht z.B. für Naturkatastrophen in Friedenszeiten, wie ihn jeder Arzt für vernünftig halten wird) daher, um ihn akzeptabel zu machen.

Jedoch ist der Unterschied gewaltig: Z. B. kann zwar die Bundeswehr bei Katastrophen unterstützend tätig werden, im Kriegsfall jedoch wird die öffentliche Gesundheitsversorgung dem Primat des Militärs unterworfen. Auch die sogenannte Triage wird umgekehrt: Bei Unfällen bekommt der Schwerstverletzte die erste und größte Hilfe, im Kriegsfall der Soldat. Eine solche Denkweise betrachten wir als unärztlich.

Wie schon in den 80er Jahren ist ein Gesundheitssicherstellungsgesetz (als sog. Schubladengesetz) geplant, in dem wieder eine Zwangsverpflichtung zur Fortbildung in Kriegsmedizin in Rede steht.

Die Rüstungsspirale dreht sich immer weiter, das kann nur in einem Atomkrieg enden. Wir Ärzte wissen: Da gäbe es keine Hilfe, jede Vorbereitung darauf ist überflüssig. Sie verstärkt nur das irrige Gefühl, siegen zu können. Mit zunehmender Rüstung sinkt das Risiko jedoch nicht, es steigt.

Dr. Jürgen Huesmann, Facharzt für Allgemeinmedizin, für die Regionalgruppe Dortmund der IPPNW; Dr. Ingrid Farzin, Fachärztin für Allgemeinmedizin, für die Regionalgruppe Bochum der IPPNW; Dr. Ulrich Krüger, Facharzt für Innere Medizin, für die Regionalgruppe Essen der IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War, Trägerin des Friedensnobelpreises 1985)

E-Mail-Adresse vergessen? Schreiben Sie uns.
Passwort vergessen? Sie können es zurücksetzen.
Nur wenn Sie sich sicher sind.

Sie haben noch kein Passwort?

Gleich registrieren ...

Für Hausärztinnen und Hausärzte, Praxismitarbeitende und ÄiW (Allgemeinmedizin und Innere Medizin mit hausärztlichem Schwerpunkt) ist der Zugang immer kostenfrei.

Mitglieder der Landesverbände im Hausärztinnen- und Hausärzteverband profitieren außerdem von zahlreichen Extras.

Hier erfolgt die Registrierung für das Portal und den Newsletter.


Persönliche Daten

Ihr Beruf

Legitimation

Die Registrierung steht exklusiv ausgewählten Fachkreisen zur Verfügung. Damit Ihr Zugang freigeschaltet werden kann, bitten wir Sie, sich entweder mittels Ihrer EFN zu legitimieren oder einen geeigneten Berufsnachweis hochzuladen.

Einen Berufsnachweis benötigen wir zur Prüfung, wenn Sie sich nicht mittels EFN autorisieren können oder wollen.
(max. 5 Dateien; PDF, JPG, PNG oder TIF)

Mitglied im Hausärzteverband
Mitglieder erhalten Zugriff auf weitere Inhalte und Tools.
Mit der Registrierung als Mitglied im Hausärzteverband stimmen Sie zu, dass wir Ihre Mitgliedschaft überprüfen.

Newsletter
Sie stimmen zu, dass wir Ihre E-Mail-Adresse für diesen Zweck an unseren Dienstleister Mailjet übermitteln dürfen. Den Newsletter können Sie jederzeit wieder abbestellen.

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.
Newsletter abbestellen

Wenn Sie den Newsletter abbestellen wollen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an und wählen Sie die gewünschte Funktion. Wir senden Ihnen dann eine E-Mail zur Bestätigung.