Viele Patientinnen und Patienten klagen über Rücken-, Schulter-, Knie- oder andere Schmerzen des Bewegungsapparates. Röntgen- oder MRT-Untersuchungen führen allerdings nicht immer zu einer besseren Diagnostik, erklären Forschende der Universität Marburg. Mit ihrem Projekt “Betti” (Better Imaging) wollen sie Hausärztinnen und Hausärzte und deren Patienten dabei unterstützen, gemeinsam eine gute Entscheidung zu treffen, ob und wann eine Bildgebung sinnvoll ist.
Das Konzept beinhalte ein multimediales Training für Hausärztinnen und Hausärzte, ein leitlinienbasiertes Entscheidungssystem sowie Informationsmaterialien für Patienten. Erste Tests zeigten eine hohe Akzeptanz – machten aber auch deutlich, dass die Integration in die ärztliche Beratung entscheidend für den Erfolg ist, so die Wissenschaftler.
Angesichts des häufigen Auftretens von Schmerzen am Bewegungsapparat eröffne der Ansatz das Potenzial, “die allgemeinärztliche Versorgung nachhaltiger, patientenzentrierter und effizienter zu gestalten”, erklärt Erstautorin Dr. Nicole Lindner.
red
