Daraxonrasib, ein neuer oraler RAS-Inhibitor, hat in einer Phase-III-Studie die Überlebenszeit von Menschen mit metastasiertem duktalen Adenokarzinom des Pankreas‘ (mPDAC) nahezu verdoppelt. mPDAC gehört zu den Krebserkrankungen mit der schlechtesten Prognose.
In der randomisierten Studie erhielten die rund 500 Teilnehmenden entweder Daraxonrasib oder eine Standard-Chemotherapie. Über 90 Prozent der Probandinnen und Probanden trugen eine genetische Mutation im Protoonkogen RAS.
Diese Mutation führt zu Varianten des RAS-Proteins, die ständig aktiv sind, was Tumorentstehung und Tumorwachstum begünstigt. Im Gegensatz zu bereits existierenden RAS-Inhibitoren, die nur bei einer bestimmten Art der Mutation wirken, ist das neue Medikament multiselektiv und wirkt bei verschiedenen RAS-Mutationen.
Ergebnis der Studie: Bei Menschen mit RAS-Mutation betrug das mediane Gesamtüberleben unter Daraxonrasib 13,2 Monate versus 6,6 Monaten unter Chemotherapie (Hazard Ratio (HR): 0,40). Dies entspricht einer signifikanten Verringerung des Sterberisikos um 60 Prozent.
Ebenso verlängerte sich die progressionsfreie Überlebenszeit: Mit Daraxonrasib waren die Behandelten im Median 7,3 Monate progressionsfrei, mit Chemotherapie 3,5 Monate. Auch in der Gesamtpopulation zeigte sich ein positiver Effekt: Das mediane Gesamtüberleben lag bei 13,2 Monaten unter Daraxonrasib versus 6,7 Monaten unter Chemotherapie.
Quellen: 1. doi 10.1056/NEJMoa2605555, 2. Mitteilung des SMC vom 31. Mai
