Kann Akupunktur Menschen helfen, die unter Migräne leiden und keine Medikamente zur Prophylaxe einnehmen? Oder hat die manuelle Akupunktur Vorteile gegenüber der medikamentösen Prophylaxe? Das hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) untersucht. Für den Großteil der Anwendungsbereiche der manuellen Akupunktur zur Migräneprophylaxe gibt es keine relevanten Studien, erklärt das IQWiG.
Aussagekräftige Studien gebe es lediglich zum Vergleich der manuellen Akupunktur mit einzelnen klassischen Wirkstoffen – konkret mit den älteren Präparaten Flunarizin und Topiramat, so das IQWiG weiter. “Die Akupunktur-Forschung wurde ein Stück weit abgehängt.
Man hat es versäumt, in Studien zu untersuchen, ob die Akupunktur auch mit anderen und moderneren Varianten der medikamentösen Migräneprophylaxe Schritt halten kann”, resümiert Stefan Sauerland, Leiter des IQWiG-Ressorts Nichtmedikamentöse Verfahren Ende April.
red
