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Neujahrsempfang Hausärztinnen- und Hausärzteverband“Wir Hausärzte stehen bereit”

Bedankte sich für das hausärztliche Engagement in den Gesprächen zur Gestaltung des Primärarztsystems: Parlamentarischer Staatssekretär Tino Sorge (CDU, rechts). Auch Amtskollege Dr. Georg Kippels (CDU) war unter den Gästen.

Dass das Bundesgesundheitsministerium Mitte Januar offiziell den Startschuss für die Umsetzung des im Koalitionsvertrag vorgesehenen verbindlichen Primärarztsystems gegeben hat, ist aus Sicht des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes ein wichtiger Schritt.

“Wir Hausärztinnen und Hausärzte stehen bereit, um für die Akzeptanz des Primärarztsystems zu werben und es umzusetzen”, unterstrichen die Co-Bundesvorsitzenden Prof. Nicola Buhlinger-Göpfarth und Dr. Markus Beier beim Neujahrsempfang ihres Verbandes im Januar in Berlin.

Die genaue Ausgestaltung sei nun die zentrale Frage, unterstrich Gastredner Tino Sorge (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium. Ende Januar sollten sich Ministerin und Hausärzte zu ersten Gesprächen treffen. Sorge sagte vor den rund 200 geladenen Gästen aus Praxis, Selbstverwaltung und Gesundheitspolitik eine große Offenheit von Ministerin Nina Warken (CDU) zu. Quasi zeitgleich hatte sie angekündigt, “im Sommer” einen Referentenentwurf zum Primärarztsystem vorzulegen. Greifen werde die Primärversorgung aber erst im Laufe des Jahres 2028.

Dass es für Chroniker, die bereits regelmäßig einen Facharzt aufsuchen, Ausnahmen geben könne, sei “sinnvoll”, skizzierte Sorge eine Überlegung im Ministerium, der die Hausärztinnen und Hausärzte skeptisch gegenüberstehen.

Den dringenden Reformbedarf hingegen unterstrichen Staatssekretär und Bundesvorsitzende unisono. Lange habe man die Gesundheitspolitik übersehen und als “ignoriertes Stiefkind der Innenpolitik” behandelt, so Beier. Heute trete deren Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt jedoch deutlich zu Tage.

Die Finanzierbarkeit sei ein dringendes Thema, aber ebenso stark gehe es um “Verlässlichkeit und Qualität”. Daher müssten bei allen Reformen auch die Strukturen beleuchtet werden, mahnte Buhlinger-Göpfarth. Bei einem Blick auf den ambulanten Bereich zeige sich, dass das Verhältnis zwischen Kosten und Output hier stimmt, betonte sie unter dem Beifall der Gäste.

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