Für Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem HER2-positivem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs sieht das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nun einen beträchtlichen Zusatznutzen bei einer Therapie mit Trastuzumab deruxtecan (Handelsname Enhertu®).
Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat ist für mehrere Anwendungsgebiete zugelassen und wird zur Behandlung verschiedener Tumoren, etwa in Brust oder Lunge, eingesetzt.
Im Dezember 2022 war Trastuzumab deruxtecan für die beschriebene Patientengruppe zugelassen worden. Die daran anschließende frühe Nutzenbewertung kam jedoch zu dem Schluss “Zusatznutzen nicht belegt”, weil der Hersteller keine geeigneten Daten vorgelegt hatte.
Nun hat er selbst eine weitere Nutzenbewertung aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse beantragt. Grundlage ist die bereits vor Zulassung im Mai 2021 initiierte Studie DESTINY-Gastric04. Sowohl mit Blick auf das Gesamtüberleben als auch bezüglich der Nebenwirkungen überwiegen laut IQWiG insgesamt die positiven Effekte von Trastuzumab deruxtecan “deutlich”.