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Ausblick auf Impfsaison 2026/2027Neues Bestellverfahren für Covid-19-Impfstoffe

Die Covid-19-Impfung könnte für Praxen in der kommenden Impfsaison einfacher werden: Wöchentliche Bestellungen werden der Vergangenheit angehören, stattdessen wird je nach Bedarf - und wie bei anderen Vakzinen üblich - über die Apotheke bestellt. Außerdem soll es Fertigspritzen statt Mehrdosenbehältnissen geben.

Bei der Covid-Impfung bringt die Saison 2026/2027 Änderungen mit sich.

Berlin. Bei der Bestellung von Covid-19-Impfstoffen steht für Hausärztinnen und Hausärzte sowie ihre Praxisteams im Laufe des Jahres eine zentrale Änderung an: Der Bestellmodus wird sich von der bisherigen zentralen Beschaffung durch den Bund zur regulären Impfstoffbestellung bei der Apotheke – analog zu anderen Vakzinen – ändern. Darüber hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) unter Bezug auf das Bundesgesundheitsministerium informiert.

Konkret bedeutet das: Sobald die Bestände des Bundes aufgebraucht sind oder ihr Verfallsdatum erreicht haben, erfolgt die Bestellung „regulär“. Kostenträger ist die jeweils zuständige Krankenkasse; die Apotheken beziehen die Impfstoffe dann wie üblich bei ihrem Großhändler. Dies wird je nach Impfstoff zu verschiedenen Zeitpunkten der Fall sein (Tab.) und bereits die kommende Impfsaison 2026/2027 betreffen.

Die Umstellung des Bestellmodus war so vorgesehen, die zentrale Beschaffung des Bundes läuft planmäßig aus. Stand heute bestellen Praxen Impfstoffe über Muster 16 und den Kostenträger Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS), die Anlieferung erfolgt über die Apotheke einmal pro Woche.

Keine langfristigen Vorbestellungen nötig

Sofern die aktuell vorrätigen Impfstoffe – neben neuen, an neue Virusvarianten angepasste Vakzinen – noch 2026/2027 zum Einsatz kommen, werden diese über die Apotheke bezogen. Das Zentrum für Pandemie-Impfstoffe und -Therapeutika (ZEPAI) wird rechtzeitig über die noch verfügbaren Bestände informieren, sichert die KBV zu.

Bis zu den genannten Daten – oder bis zu einer entsprechenden Info des ZEPAI, wenn Bestände vorher aufgebraucht sein sollten – läuft die Bestellung wie bislang gewohnt.

Wichtig in der Praxis: Eine Vorbestellung von Covid-19-Impfstoffen bereits Monate vorab – wie bei Grippeimpfstoffen erforderlich – ist aus Sicht der KBV grundsätzlich nicht notwendig. „Covid-19-Impfstoffe werden nach der KBV vorliegenden Informationen auch ohne Vorbestellung in den Apotheken erhältlich sein“, heißt es. BioNTech und Moderna hätten hierauf bereits hingewiesen, Sanofi biete darüber hinaus die Möglichkeit von Vorbestellungen an, informiert die KBV.

Comirnaty® ab Herbst als Fertigspritze verfügbar

Zudem ist für die kommende Impfsaison eine weitere Erleichterung angekündigt. So soll Comirnaty® ab Herbst als Fertigspritze mit einer Haltbarkeit von zwölf Monaten für Personen ab zwölf Jahren erhältlich sein, hat der Hersteller BioNTech angekündigt. Die Lagerung ist bei 2 bis 8 °C möglich.

Praxen müssen Impfdosen damit nicht länger aufziehen und keine Impftermine mehr bündeln. Diese Erleichterung im Praxisalltag hatten Hausärztinnen und Hausärzte explizit gefordert.

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