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Serie "Golden Nuggets"Mit 7 Tipps zum großartigen Hausarzt

Praxistauglich aufbereitete Forschung ist die Leidenschaft von Hausarzt Dr. Florian Stigler. In einer neuen Serie stellt er zusammen mit der Redaktion von "Hausärztliche Praxis" die "Goldstücke" seines Newsletters "Golden Nuggets" vor, in dem er medizinische Studien und Fragen kompakt und alltagstauglich auseinandernimmt. Zum Auftakt: 7 wertvolle Routinen von fast 500 weltweit befragten Kolleginnen und Kollegen.

"Früh ausreden zu lassen verbessert die Beziehung und liefert oft schon die Diagnose" lautet ein Ratschlag.

Um ein erfülltes Praxis- und Privatleben zu führen, müssen Hausärztinnen und Hausärzte das Rad nicht neu erfinden – vielmehr können sie von der “Schwarmintelligenz” profitieren. Das dachte sich Hausarzt Dr. Florian Stigler und startete eine Umfrage, in der er Kolleginnen und Kollegen weltweit fragte: “Was ist Dein wichtigster Rat an Hausärzte?”

Verbreitet hat er die Umfrage über seinen eigenen Newsletter “Golden Nuggets” sowie über Newsletter im weltweiten Netzwerk der Weltorganisation für Allgemein- und Familienmedizin (WONCA). 468 Hausärzte aus 48 Ländern haben schließlich anonym teilgenommen.

“Viele Ratschläge wurden wiederholt geteilt”, beobachtete Stigler dabei. So hat er die insgesamt 531 gegebenen Kollegentipps gezählt, thematisch gruppiert und zu sieben Schlüsselgewohnheiten formuliert, die er bei der practica in Bad Orb vorgestellt hat.

In seinem Seminar gab es ein Best of seines beliebten Newsletters “Golden Nuggets of Family Medicine”, also alltagstauglich aufbereitete Studien und evidenzbasierte Einordnungen für die Hausarztpraxis.

Seit dem Start im Mai 2024 ist sein Newsletter auf über 4.000 Lesende in 80 Ländern gewachsen. Ab sofort stellt er seine “Goldstücke” zusammen mit der Redaktion regelmäßig in “Hausärztliche Praxis” vor (s. Kasten unten).

Doch was sind nun die sieben am häufigsten genannten Gewohnheiten, die die Befragten Kolleginnen und Kollegen raten?

“Gut zuhören (1-2 Minuten)”

Kein anderer Ratschlag wurde so häufig geteilt wie die Kommunikation als Priorität Nr. 1. Insgesamt 127mal (24 Prozent) wurden Ratschläge wie “aufmerksam zuhören” (58 Nennungen) oder “ausreden lassen” in den Zeitspannen 60, 90 oder 120 Sekunden (26 Nennungen) gegeben.

Auch gutes Nachfragen und eine neugierige und offene Grundhaltung wurden mit auf den Weg gegeben. “Früh ausreden zu lassen, verbessert die Beziehung und liefert oft schon die Diagnose”, weiß auch Initiator Dr. Florian Stigler.

“Pflege dein Netzwerk”

“Gute Hausärzte sind Teamplayer, keine Einzelkämpfer”, fasst Stigler den zweithäufigsten Ratschlag zusammen (insgesamt 54 Nennungen, 15 Prozent). “Niemand weiß alles und ein starkes Netzwerk reduziert Unsicherheiten, schützt vor dem Tunnelblick und macht Freude.” Dabei geht es nicht notwendigerweise darum, sich im hausärztlichen Team niederzulassen. Vielmehr können auch Inhaber einer Einzelpraxis ein starkes Netzwerk aufbauen. Dieser Kollegenkreis kann dann auch aktiv um Rat gefragt werden, wenn Unsicherheiten im eigenen Alltag auftreten – ein Ratschlag mit insgesamt 15 Nennungen.

“Untersuche körperlich”

Die konkreten Formulierungen unterschieden sich und reichten vom mehrfach zurückgemeldeten “untersuchen, untersuchen, untersuchen” über “immer untersuchen” bis hin zu “Keine Angst vor Berührung, Hands-on!”: Insgesamt 34mal (10 Prozent) wurde die Wichtigkeit der körperlichen Untersuchung unterstrichen. “Berührung ist diagnostisch wertvoll, therapeutisch heilsam und vertrauensbildend”, ordnet Stigler ein.

“Beziehung = Superpower”

Unter dem Slogan “Beziehung = Superpower” subsummiert Stigler die 30 Nennungen, die die langfristige Arzt-Patienten-Beziehung in den Fokus rücken (9 Prozent). Dazu gehört, Zeit zu investieren, um den Patienten wirklich kennenzulernen (14 Nennungen) sowie Vertrauen als “Superkraft” zu pflegen und zu nutzen (9 Nennungen). “Vertrauen verbessert die Kommunikation, erleichtert die Diagnostik, verstärkt Placeboeffekte und erhöht die Compliance. Sie ist das unsichtbare Heilmittel der Allgemeinmedizin.”

“Lerne kontinuierlich”

Ebenfalls 30mal genannt wurde die kontinuierliche Fortbildung (9 Prozent). “Medizin entwickelt sich ständig weiter. Nur wenn wir lebenslang neugierig und offen bleiben, entwickeln wir uns mit ihr mit”, sagt Stigler. Dazu gehören nicht nur die “klassischen” Fortbildungen, sondern auch das Lernen von Kollegen und das aktive Erfragen von Rat. “Und natürlich das Lesen des Newsletters ,Golden Nuggets‘”, fügte Stigler auf der practica augenzwinkernd hinzu.

“Vertraue deiner Intuition”

23 Nennungen erhielt ein Tipp, der schwer in Worte zu fassen ist. Manche nannten ihn “Intuition”, manche “Bauchgefühl”, wieder andere “Instinkt” oder “irgendetwas stimmt nicht”. Wie auch immer man es nennen möchte: Diese Gefühle ernst zu nehmen und ihnen zu vertrauen, ist ein wichtiger Ratschlag.

Tipp für die Praxis: Ein Kollege riet in der Befragung, diese Bedenken gut zu dokumentieren und ein zeitnahes Follow-up zu planen. Auch eine kollegiale Zweitmeinung einzuholen, kann das eigene Störgefühl absichern.

“Sei gut zu dir”

Selbstfürsorge ist ein Ratschlag, der nicht nur in (haus-)ärztlichen Kreisen boomt – und der oft schwer umzusetzen ist. Doch: “Nur wer selbst gesund bleibt, kann für andere da sein. Selbstfürsorge ist kein Egoismus oder Luxus, sondern ärztliche Verantwortung”, mahnt Stigler.

Insgesamt 19 Nennungen (5 Prozent) teilten diesen Appell. Darin beinhaltet waren Selbstfürsorge, ein gesunder Lebensstil, eine wohlwollende Haltung sich selbst und seinen Fehlern gegenüber sowie ein Achten der eigenen Grenzen, Pausen- und Urlaubszeiten.

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