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StudienergebnisseVorstufe zu Diabetes: Remission schützt über Jahrzehnte

Eine Remission sollte bei einer Diabetes-Vorstufe in das Präventionsmanagement aufgenommen werden, resümiert das Studienteam.

Bei Menschen an der Grenze zu Typ-2-Diabetes, also mit erhöhten, aber noch nicht pathologischen Blutzuckerwerten, wirkt sich eine Remission über Jahrzehnte hinweg positiv auf Herzgesundheit und Lebenserwartung aus.

Das berichtet ein Forscherteam, das zwei Diabetesstudien neu analysiert hat: die US-amerikanische “Diabetes Prevention Program Outcomes Study” (DPPOS, n=2.402) und die chinesische “DaQing Diabetes Prevention Outcomes Study” (DaQingDPOS, n=540). Beides sind Langzeitstudien, in denen Menschen mit Diabetes-Vorstufe über Jahrzehnte auf die Wirkung von Präventionsmaßnahmen (Diät, Sport) hin beobachtet wurden.

Als Remission wurde das Erreichen der Kriterien der American Diabetes Association (ADA) gewertet (in der DPPOS-Studie nach einem Jahr, in der DaQing-Studie nach sechs Jahren). Diese Kriterien sind demnach: 1. FPG <100 mg/dL (<5,6 mmol/L), 2. 2-h-Plasmaglukosekonzentration <140 mg/dL (<7,8 mmol/L) und 3. HbA1c <5,7% (39 mmol/mol). Primärer Endpunkt war kardiovaskulärer Tod oder Hospitalisierung aufgrund von Herzschwäche innerhalb von 20 bzw. 30 Jahren nach Remission.

Ergebnis: In der DPPOS-Studie erreichten 275 Personen (11,5 Prozent) innerhalb von einem Jahr nach Einführung der Maßnahmen eine Remission, also eine Normalisierung des Blutzuckerspiegels. Über einen Follow-up-Zeitraum von 20 Jahren trat der primäre Endpunkt in der Gruppe mit Remission 1,74-Mal/1.000 Personenjahre ein (95%-KI: 0,87–3,48), in der Gruppe ohne Remission 4,17-Mal/1.000 Personenjahre.

Als adjustierte Risikoreduktion (“adjusted hazard ratio”, aHR) gibt das Team einen statistisch signifikanten Wert von 0,41 an (95%-KI: 0,20–0,84; p=0,014). Die relative Risikoreduktion liegt demnach bei 59 Prozent.

Die Daten der DaQingDPOS-Studie (hier wurde Remission als Erreichen der ADA-Kriterien nach sechs Jahren definiert, das Follow-up lag sogar bei 30 Jahren), bestätigten die Ergebnisse, so das Team: Die Ereignisrate lag bei 9,5/1.000 Personenjahre (95%-KI 5,7–15,8) in der Gruppe mit Remission, vs 17,0/1.000 (95%-KI: 14,6–19,9) in der Gruppe ohne Remission. Die aHR lag bei 0,45 (95%-KI: 0,26–0,78).

Fazit für die Praxis: Eine nachhaltige Remission sollte bei einer Diabetes-Vorstufe in das Management zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgenommen werden, meint das Team.

Quelle: doi 10.1016/S2213-8587(25)00295-5

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