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InfografikDen Hepatitisviren auf der Spur

Meist sind Infektionen mit den Hepatitisviren A, B, C, D und E die Ursache einer Leberentzündung, aber auch Drogen- und Alkoholabusus, eine steatotische Lebererkrankung oder Medikamente können dahinterstecken.

Hepatitis-B-Virus

Steckbrief: Hepatitis A

  • Verläuft nie chronisch und meist komplikationslos
  • Infektion v.a. über Lebensmittel, Badewasser; ungeschützten Sex
  • Impfstoff verfügbar, Schutzdauer 10–20 Jahre
  • Keine spezifische Therapie

Steckbrief: Hepatitis B

  • Hochvariabler Verlauf, selten fulminant, kann chronisch verlaufen
  • Infektionen durch Blut (Drogengebrauch), Körperflüssigkeiten
  • Impfstoff, i.A. lebenslanger Schutz
  • Mehrere Therapien: Keine Heilung, aber virologische Kontrolle

Steckbrief: Hepatitis C

  • Oft asymptomatisch/ unspezifisch, selten fulminant, kann chronisch verlaufen
  • Übertragung v. a. über infiziertes Blut (Drogengebrauch)
  • Kein Impfstoff
  • Hochwirksame Therapie: 95% Heilung, Reinfektionen möglich

Steckbrief: Hepatitis D

  • Benötigt für die Replikation HBV, führt so zu den schwersten Verläufen
  • Übertragung über Blut, Körperflüssigkeiten
  • Impfung gegen HBV schützt auch vor HDV
  • Spezifisches Medikament

Steckbrief: Hepatitis E

  • Oft asymptomatisch/komplikationslos, schwere Verläufe bei Schwangeren und Immunschwäche möglich
  •  In Deutschland v.a. Übertragung über Verzehr von unzureichend gegartem Schweine- bzw. Wildfleisch
  • Kein Impfstoff (in der EU)
  •  Keine spezifische Therapie

Wie hat sich das Screening ausgewirkt?

Seit 1. Oktober 2021 sind in Deutschland alle gesetzlich Versicherten ab 35 Jahren berechtigt, sich einmalig bei einer Vorsorgeuntersuchung auf HBV und HCV testen zu lassen. Ab 2021 ist daher die Zahl der Neudiagnosen von Hepatitis B und C gestiegen: Die Neudiagnosen von HepB stiegen 2023 im Vergleich zu 2021 um 160,3 Prozent und von HepC um 120,7 Prozent.

Eine Analyse von Abrechnungsdaten der KBV ergab eine eindeutige Korrelation zwischen der Zahl der Neudiagnosen im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung und der Gesamtzahl der Diagnosen [3].

Mehr Infos und Zahlen finden Sie in der Infografik!

Quellen: 1. PEI, 2. RKI, 3. doi 10.1055/s-0044-1789774

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