Zwischenergebnisse der deutschen Studie LIPLEG, die jetzt im Fachmagazin Lancet veröffentlicht wurden [1], bestätigen die Vorteile der Liposuktion bei Patientinnen mit Lipödem gegenüber der konservativen Behandlung. Die LIPLEG-Studie läuft im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).
Auf Basis früher Zwischenergebnisse hatte der G-BA im Juli 2025 beschlossen, die Liposuktion unabhängig vom Stadium des Lipödems in den regulären Leistungskatalog aufzunehmen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Zuvor wurden die Kosten lediglich für das Stadium III übernommen.
“In der Gesamtschau zeigen sich [nach 12 Monaten] signifikante Effekte zugunsten der Liposuktion bezüglich des Endpunktes Schmerzreduktion und weiterer für die Patientinnen relevanten Endpunkte wie die Lebensqualität”, so der G-BA [2]. Die noch ausstehenden Ergebnisse des zweiten, nicht-randomisierten Beobachtungszeitraums (13. bis 24. Monat) könnten weitere Erkenntnisse liefern, besonders zur Erforderlichkeit von Rezidiveingriffen.
“Allerdings werden diese die Ergebnisse aus der randomisierten Studienphase nicht in Frage stellen”, betont der G-BA.
red
Quelle: 1. doi 10.1016/S0140-6736(26)00910-4, 2. Mitteilung des G-BA, 4. September
