Der Ausbruch des Ebola-Bundibugyo-Virus in Zentralafrika dauert an. Derzeit verfügbare Impfstoffe und Therapien sind gegen diese Virusvariante wirkungslos. Zwar würden bereits Impfstoffe entwickelt, für den aktuellen Ausbruch würden diese aber wohl nicht mehr rechtzeitig zugelassen, berichtete Ende Mai das Science Media Center (SMC).
Als aussichtsreicher Kandidat gelte die Vakzine “rVSV-G/BDBV-GP”, die ursprünglich von der University of Texas entwickelt wurde. Die WHO rechne allerdings damit, dass erste größere Tests und verfügbare Dosen frühestens in sechs bis neun Monaten möglich sein könnten.
“Parallel dazu arbeitet die Oxford Vaccine Group gemeinsam mit dem Serum Institute of India an einem zweiten Impfstoff auf Basis der ChAdOx1-Technologie – jener Technik, die bereits beim Corona-Impfstoff von AstraZeneca genutzt wurde”, meldet das SMC.
Dieses Präparat könnte schneller in erste Studien gehen, jedoch fehlten bislang umfangreiche Daten zur Wirksamkeit. “mRNA-Impfstoffe könnten relativ schnell hergestellt werden, es liegen jedoch derzeit keine Daten für einen Bundibugyo-mRNA-Impfstoff vor”, erklärt Prof. Marylyn Addo, Leiterin des Instituts für Infektionsforschung und Impfstoffentwicklung.
red
Quelle: Mitteilung des SMC vom 29. Mai
