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StudienergebnisseHWI: Nitrofurantoin wirksamer als Fosfomycin?

Die S3-Leitlinie empfiehlt bei einer akuten unkomplizierten Zystitis nicht schwangerer Frauen eine Antibiose mit (alphabetisch geordnet) Fosfomycin, Nitrofurantoin, Nitroxolin, Pivmecillinam oder Trimethoprim, sofern lokale Resistenzraten für E. coli unter 20 Prozent liegen [1].

Im ambulanten Bereich werden Fluorchinolone am häufigsten verschrieben, gefolgt von Fosfomycin [2]. Einer randomisierten Studie mit rund 770 Frauen zufolge führt jedoch Nitrofurantoin häufiger zu einer Heilung als Fosfomycin.

Die Studie wurde zwischen 2022 und 2024 in spanischen Primärarztzentren durchgeführt. Die nicht schwangeren Frauen waren im Median 48 Jahre, litten an mindestens einem spezifischen Symptom und hatten einen positiven Urin-Streifentest.

Sie wurden aufgeteilt in vier Studienarme: Eine Gruppe erhielt eine Dosis (3g) Fosfomycin, die zweite zwei Dosen (je 3mg) Fosfomycin, die dritte Nitrofurantoin (100 mg 3xd für 5 Tage) und die vierte Pivmecillinam (400mg 3xd für 3 Tage). Primärer Endpunkt war die klinische Heilung (keinerlei Symptome an Tag 7).

Die 1x-Fosfomycin-Gruppe hatte mit 59 Prozent den niedrigsten Anteil an Heilungen. In der 2x-Fosmocyin-Gruppe waren es 67, in der Pivmecillinam-Gruppe 70 Prozent. Die Therapie mit Nitrofurantoin zeigte mit 74 Prozent den höchsten Anteil an Heilungen. Unerwünschte Wirkungen traten in der 1x-Fosfomycin-Gruppe bei 19,9 Prozent auf, in der 2x-Fosfomycin-Gruppe bei 26,3, in der Nitrofurantoin-Gruppe bei 26,8 und in der Pivmecillinam-Gruppe bei 21,2.

Quelle: doi 10.1016/S0140-6736(25)02171–3

Literatur: 1. a-t 5/2026; 57: 34-5, 2. S3-Leitlinie zu unkomplizierten HWI bei Erwachsenen

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