- HWI werden hauptsächlich durch Bakterien verursacht, z.B. E. coli, Klebsiellen, Proteus mirabilis, Staphylokokkus saprophyticus und Pseudomonas aeruginosa. Ein trüber oder flockiger Urin kann auf eine HWI hindeuten.
- 20 cm Länge hat die Harnröhre bei Männern, 3–4 cm bei Frauen. Die Harnröhre von Frauen ist damit deutlich kürzer und Keime gelangen einfacher in die Harnblase. HWI treten daher häufiger bei Frauen auf.
- 60% aller Frauen leiden mindestens einmal im Leben an einer symptomatischen HWI.
- 3 Millionen Antibiotikaverordnungen wurden 2017 für Erkrankungen des Harnsystems im primärmedizinischen Bereich ausgestellt, das sind 13% aller Verordnungen von systemischen Antibiotika. Entgegen der Leitlinienempfehlungen werden hierzulande weiterhin viele Reserveantibiotika (v.a. Fluorchinolone) verordnet. Die Leitlinie empfiehlt bei gesunden Frauen mit unkomplizierter HWI primär Fosfomycin, Nitrofurantoin, Nitroxolin, Pivmecillinam und Trimethoprim.
Mehr Infos und Zahlen finden Sie in der Infografik!
Quellen: Gelbe Liste, AkdÄ, S3-Leitlinie, www.gesundheitsinformation.de
