Berlin. Einsparungen in der hausärztlichen Versorgung lehnt die Bevölkerung deutlich ab. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey unter 5.000 Bürgerinnen und Bürgern hervor, die der Hausärztinnen- und Hausärzteverband (HÄV) vor dem Hintergrund des geplanten GKV-Spargesetzes in Auftrag gegeben hat.
Demnach halten es knapp 96 Prozent der Befragten für wichtig, dass die hausärztliche Versorgung trotz der vorgesehenen Sparmaßnahmen gesichert bleibt. Zugleich rechnen 77 Prozent mit negativen Folgen für die Versorgung durch die geplanten Einsparungen. Jeweils rund 60 Prozent erwarten längere Wartezeiten sowie weniger Zeit der Praxen für einzelne Patientinnen und Patienten.
Nur ein Prozent der Befragten sieht laut der am Mittwoch (3. Juni) veröffentlichten Umfrage in der hausärztlichen Versorgung ein mögliches Feld für Einsparungen zur Stabilisierung der GKV-Beiträge (Abb.). Deutlich häufiger nannten die Teilnehmenden die Pharmaindustrie (57,3 Prozent) und die Krankenkassen (43 Prozent, maximal drei Mehrfachantworten waren möglich).
