Gütersloh. “Die Menschen befürworten neue Versorgungsangebote, die sich flexibler in ihren Lebensalltag integrieren lassen, den Zugang besser steuern, Fachkräfte entlasten und ihre gesundheitlichen Anliegen zielgerichtet adressieren”, erklärt die Bertelsmann Stiftung zur Studie: “Gesundheitsreform? Ja, bitte! – Bevölkerungsbefragung: Breite Zustimmung zu Reformen der ambulanten Versorgung.”
Unabhängig und über alle Altersgruppen hinweg erachteten neun von zehn Befragten grundlegende Veränderungen im Gesundheitssystem für sehr oder eher notwendig.
Offen für Delegation
Offen (rund zwei Drittel) zeigen sich die Menschen unter anderem auch für eine größere Aufgabenteilung, in der geschultes Praxispersonal bestimmte, bislang von Ärztinnen und Ärzte ausgeführte Tätigkeiten übernehmen.
Beim Einsatz digitaler Elemente zeigte sich ein gemischteres Bild: Während die Mehrheit Telefon- oder Videosprechstunden sowie Künstliche Intelligenz (KI) zur Analyse von Gesundheitsdaten begrüßt, sehen sie eine KI-gestützte Einschätzung von Krankheitssymptomen überwiegend skeptisch, erklärt die Bertelsmann Stiftung.
Gute Voraussetzung für Reformen
Für die Studie wurden Für die vorliegende Studie wurden 2.301 Erwachsene zwischen dem 3. Februar und dem 3. März 2026 per computergestütztem Telefoninterview befragt.
“Das Gesundheitssystem ist ein zentraler Pfeiler eines funktionierenden Staatswesens – der jedoch immer mehr bröckelt. Wir brauchen dringend umfassende Reformen, damit die Gesundheitsversorgung auch unter schwierigeren Rahmenbedingungen leistungsfähig, patientenzentriert und in der Fläche verfügbar ist. Die gute Nachricht lautet, dass die Bürgerinnen und Bürger dazu bereit sind. Für die Politik darf es nun keine Ausreden mehr geben”, erklärt Brigitte Mohn, Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung. red
Die kompletten Ergebnisse der Studie finden Sie unter: Gesundheitsreform? Ja bitte!
