Unter Bezugnahme auf Polizeimeldungen hat der Bayerische Hausärzteverband im Januar vor sich häufenden Hacker-Angriffen auf hausärztliche Praxen gewarnt. Demnach würden Praxiscomputer durch Trojaner befallen und verschlüsselt. Auch bei Zahlung der Geldforderung würden die Patientendaten mitunter nicht freigegeben.
In einem konkreten Fall gingen in einer hausärztlichen Praxis sämtliche Patientendaten rückwirkend bis Mai 2025 verloren, heißt es. Die Polizei rate dazu, ab sofort monatliche Backups durchzuführen, bei denen die Daten unbedingt offline gesichert werden sollten. Die IT-Sicherheitsrichtlinie schreibt eine regelmäßige Sicherung vor; Experten raten Praxen in der Regel zu täglichen Backups.
Verschiedene Institutionen wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstrichen zuletzt, dass kleine und mittelständische Unternehmen wie auch Arztpraxen zunehmend Zielgruppe solcher Angreifer würden. Ein wichtiger Baustein ist, das Praxisteam für Phishing-Mails zu sensibilisieren und entsprechend zu schulen.