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Hausärzteverband Berlin und BrandenburgBerliner Hausärzteschaft zieht rote Linien

Bei vier Themen haben die Delegierten des Hausärzteverbandes Berlin und Brandenburg bei ihrer Versammlung Anfang Dezember klare Positionen beschlossen. Ein besonderes Ärgernis ist die Apothekenreform, hier sei “die rote Linie überschritten”, teilt der Verband mit. Dieses Gesetz trage zur weiteren Zersplitterung der Versorgung bei und verschlechtere deren Qualität. In den Apotheken fehle es an Aus- und Weiterbildung zur Einordnung diagnostischer Tests und therapeutischer Maßnahmen, erklärte Co-Vorsitzende Doris Höpner.

In zwei Punkten übt der Verband Kritik an der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin (KV). So würden die Hausärzte in Diskussionen ums Primärarztsystem nicht von der KV einbezogen. Dies führe dazu, dass Stellungnahmen “gegen die Interessen der Berufsgruppe” verfasst werden, bemängelt Co-Vorsitzende Dr. Sandra Blumenthal.

Darüber hinaus wird Nachbesserungsbedarf bei der Entbudgetierung gesehen. So würden zwar das EBM-Kapitel 3 und Hausbesuche entbudgetiert bezahlt, aber wichtige Leistungen wie die psychosomatische Grundversorgung, Sonografien, spezielle Schmerztherapie oder Akupunktur würden weiter budgetiert.

Die KV Berlin plant laut Verband ein Härtefallverfahren für bestimmte, hierauf spezialisierte Praxen. Diese sollen zeitlich begrenzt einen teilweisen finanziellen Ausgleich erhalten. Das reicht aus Verbandssicht nicht, vielmehr sollten die Leistungen besser als extrabudgetäre Gesamtvergütung verhandelt werden.

Zudem sprechen sich die Delegierten dafür aus, investorenbetriebene Medizinische Versorgungszentren (MVZ) stärker zu regulieren.

red

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