Jedes Teammitglied wird damit eines Tages konfrontiert: Plötzlich kollabiert ein Patient in der Praxis und rasches Handeln ist gefragt. Notfallsituationen sollten daher möglichst auch in den eigenen Praxisräumen geübt werden. Zwei Praxishilfen bieten hierbei Unterstützung.
Teams trainieren für Notfälle, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und alle wissen, was zu tun ist.
Damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt, heißt es den Notfall in der Praxis “üben, üben, üben”, erklärt Markus Schmid, examinierter Notfallsanitäter und staatlicher Berufsschullehrer.
Er spielt auch regelmäßig mit Teams die Erstversorgung eines Notfalls in Praxen durch. Vieles läuft auch gut, dennoch sieht Schmid immer wieder Verbesserungsmöglichkeiten. Vor allem bei der Versorgung von epileptischen Anfällen beobachtet er Wissenslücken.
Das A und O bei der optimalen Versorgung von Notfällen ist, sagt Schmid, dass Ärztinnen und Ärzte und das Praxispersonal Hand in Hand arbeiten und jeder genau weiß, was zu tun ist.
Häufig glauben nichtärztliche Praxismitarbeiterinnen, sie hätten alles schon einmal trainiert, sagt Schmid. Aber bei den praktischen Übungen offenbaren sich Schwächen. In der Regel sind es MFA, die noch nicht so lange in der Praxis arbeiten und die nicht wissen, wie die Medikamente in der Praxis einsortiert sind – etwa nach Wirkstoffen und nicht nach Namen.
Zwei nichtärztliche Mitarbeiter treffen die Vorbereitungen
Wie wird geübt? “Ich bringe immer einen Notfallübungskoffer, eine Puppe und alles, was so nötig ist für die Versorgung, mit”, sagt Schmid. In der Praxis müssen dann zwei Praxismitarbeitende zunächst ohne Ärztin oder Arzt loslegen und Schmid gibt vor: Es handelt sich um einen 60jährigen Patienten, Raucher, der Brustschmerzen hat, die bis in die Schulter ausstrahlen etc.
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