Der ambulante medizinische Sektor steht vor tiefgreifenden Transformationen. Insbesondere die Pläne der Bundesregierung zur Einführung eines Primärarztsystems werden die strukturellen Rahmenbedingungen für die Hausärzteschaft maßgeblich verändern.
“Angesichts dieser und zahlreicher weiterer Herausforderungen begrüßen wir die Entscheidung, mit René Wilke einen profilierten Pragmatiker mit der Leitung des Gesundheitsministeriums in Brandenburg zu betrauen”, erklärt Dr. Katharina Weinert, Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Brandenburg Anfang März.
Speziell in einem Flächenland wie Brandenburg sei eine flächendeckende hausärztliche Versorgung unverzichtbar. Ziel müsse es sein, Menschen wohnortnah zu versorgen und sie bei Bedarf gezielt in die spezialisierte Facharztebene oder stationäre Einrichtungen zu steuern. “Das Primärarztsystem, in dem die Hausarztpraxis als erste Anlaufstelle fungiert, ist das richtige Instrument, um die knappen und wertvollen medizinischen Ressourcen effizient zu lenken”, so Weinert weiter.
Außerdem müssten die Rahmenbedingungen für eine Niederlassung verbessert werden. Dazu zählten beispielsweise ein konsequenter Abbau der Bürokratie, Unterstützung bei der Fachkräftegewinnung sowie eine leistungsgerechte Vergütung.
red