Die Sepsis ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland, warnt die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e. V. (DGCH) anlässlich des Welt-Sepsis-Tags am 13. September. Dennoch werde die Erkrankung unterschätzt.
Oft fehle das Bewusstsein dafür, wie sich eine Sepsis ankündigt und wie schnell sie zu kritischen Zuständen führen kann, so die DGCH. Todesfälle könnten mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) vermieden werden.
Verschiedene KI-Anwendungen seien schon in der Erprobung: In Deutschland habe beispielsweise das Universitätsklinikum Leipzig das AMPEL-Projekt ins Leben gerufen, dessen KI das Sepsis-Risiko automatisch anhand des kleinen Blutbildes berechne, das in der Regel für jede Klinikpatientin und -patienten vorliege.
Die AMPEL-KI schätzte das Sepsis-Risiko in 80 bis 84 Prozent der Fälle richtig ein, zusammen mit dem Sepsis-Marker Procalcitonin lag die Vorhersagegenauigkeit bei fast 86 Prozent.
red
