Vor 100 Jahren starb Carl Ludwig Schleich, Arzt, Chirurg, Dichter und Philosoph. Er entwickelte die Lokalanästhesie, um Patienten bei kleinen Eingriffen eine Vollnarkose zu ersparen. Doch seine Kollegen lehnten seine Methodevehement ab, woraufhin sich Schleich von der Medizin ab und mehr der Kunst zu wandte. Er wurde ein bekannter Dichter-Philosoph.
Auf dem Chirurgischen Kongress in Berlin im Jahr 1892 hielt ein junger Arzt einen Vortrag, in dem er erstmals eine von ihm entwickelte neue Methode der Öffentlichkeit vorstellte: die Lokalanästhesie. Carl Ludwig Schleich hatte es schon länger geärgert, dass selbst für kleine Eingriffe immer eine Vollnarkose mit allen damit verbundenen Risiken nötig war. Also beschäftigte er sich an seiner Privatklinik für Chirurgie und Gynäkologie in Berlin mit der Narkotisierung von Nervenbahnen und entwickelte eine gezielte Infiltrationsanästhesie.
Schleich hatte damit als erster die örtliche Betäubung durch Kochsalzlösung mit Kokainzusatz eingeführt. Voller Stolz berichtete er über diese Methode nun auf dem Berliner Kongress vor 800 Chirurgen.
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