E-Zigaretten werden im Hinblick auf das Lungenkrebsrisiko oft als “gesündere” Alternative zu Zigaretten dargestellt, Evidenz hierfür gab es bisher aber nicht. Nun zeigt eine Studie aus Korea, die die Daten von über 4,5 Millionen Menschen aus dem nationalen Gesundheitsscreeningprogramm ausgewertet hat: “Gesund” sind E-Zigaretten keineswegs.
Die Teilnehmenden der Studie wurden 2018 – gemäß ihren eigenen Angaben – als aktuelle Raucher, kurzzeitige ehemalige Raucher oder langfristige ehemalige Raucher klassifiziert und bis 2023 auf das Auftreten eines Lungenkarzinoms nachbeobachtet. Zudem wurde die lungenkrebsbedingte Mortalität und die Gesamtmortalität erfasst.
Ergebnis: Personen, die von konventionellen Zigaretten auf E-Zigaretten umstiegen, hatten im Vergleich zu Personen mit vollständiger Abstinenz ein rund 1,5-fach höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken (adjustierte Hazard Ratio, aHR: 1,56) und ein doppelt so hohes Risiko, an Lungenkrebs zu sterben (aHR: 2,00).
V.a. in der Hochrisikogruppe (Personen zwischen 50 und 80 Jahren mit mindestens 20 Packungsjahren) zeigten sich stark erhöhte Risikowerte (aHR für die Inzidenz eines Lungen-Ca: 1,91; aHR für lungenkrebsspezifischen Tod: 1,92). Das Team gibt jedoch mehrere Limitationen an, etwa dass das Follow-up relativ kurz ist, um das Risiko für Lungenkrebs und Mortalität zu erfassen.
red
Quellen:
1. doi 10.1038/s41591-026-04469-5, 2. Mitteilung des SMC, 8. Juni