Berlin. Weitere Schutzimpfungen (alle Totimpfstoffe) – auch durch pharmazeutisch-technische Angestellte (PTA), venöse Blutentnahme zur Diagnostik, die Abgabe von verschreibungspflichtigen Medikamenten ohne Rezept beispielsweise an Versicherte mit chronischen Erkrankungen – der Gesetzentwurf zur Apothekenreform öffnet Apotheken neue Möglichkeiten, die schon im Gesundheitsausschuss von zahlreichen Verbänden scharf kritisiert wurde.
Damit baut die Koalition mit der Reform einen zusätzlichen Versorgungsbereich auf, kritisieren der Hausärztinnen- und Hausärzteverband e.V. (HÄV), der Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten e.V. (BDI), und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ) am Donnerstag (20.5.) vor der zweiten und dritten Lesung des Gesetzesentwurfs im Bundestag.
Trotz aller Kritik im Vorfeld stimmten CDU/CSU und SPD für das Gesetz, Bündnis 90/die Grünen und AfD stimmten dagegen, bei Enthaltung der Linken. Der zweite Durchgang im Bundesrat ist auf den 10. Juli terminiert, am Tag nach der Verkündung tritt das Gesetz in Kraft.
red
