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ReiseberichtIschia – Viel mehr als schöne Thermen!

"Auf Ischia sitzen doch nur alte Leute in den Thermen und pflegen ihre Zipperlein", so das gängige Vorurteil. Dass das nicht so ist, spüren wir bereits am ersten Abend. Auch sonst versprüht die in Sichtweite von Capri liegende Insel einen besonderen Charme

Blick auf den Hafen von Forio.

Bereits vor über 2.700 Jahren gründeten die Griechen hier ihre erste Kolonie in Italien und schätzten damals schon die wohltuenden Thermalquellen. Auch heute ziehen das mediterrane Flair, das türkisblaue Meer und die köstlichen Speisen nicht nur Wellness-Fans in ihren Bann. Naturliebhaber, Wanderlustige und kulturell Interessierte kommen auf Ihre Kosten, da die gerade mal 46 qkm große Insel zahlreiche Sehenswürdigkeiten bietet, die es zu erkunden gilt.

“Dies tun Sie besser nicht per Mietwagen”, rät uns gleich bei der Ankunft unser Reiseführer. “Wegen der engen und kurvenreichen Straßen und der oftmals unklaren Versicherungsbedingungen bieten dies zahlreiche Reiseveranstalter gar nicht an. Sehr gut ausgebaut und überaus preiswert ist aber der öffentliche Busverkehr.”

Da die Alternative – Motorroller – für uns nicht in Frage kommt, kaufen wir im Supermarkt für gut 15 Euro ein Wochenbusticket und beginnen unsere Erkundungstour. Erstes Ziel ist das auf einer Felseninsel thronende Castello Aragonese, das bereits bei der Fährfahrt von Neapel zu bewundern war.

Die im 15. Jahrhundert vom Herrscherhaus Aragon errichtete Festung, die über eine Brücke zu erreichen ist und von der man einen Blick bis nach Capri hat, diente den Bewohnern von Ischia im Lauf der Jahrhunderte immer wieder als Zufluchtsort. Heute ist sie als beliebtes Fotomotiv eine der Hauptattraktionen der Insel.

Gleiches gilt für die Bucht von Sant‘ Angelo, die über die Buslinie 1 bequem zu erreichen ist. Der malerische Fischerort im Süden der Insel ist autofrei und fasziniert seine zahlreichen Besucher mit seinen bunten, an den Berghang geschmiegten Häusern, einen kleinen Hafen und zur Piazzetta hinaufführenden engen Treppengassen. Den “Ort der Engel” wählte übrigens auch Altkanzlerin Angela Merkel und ihr Gatte bereits mehrfach zu ihrem Urlaubsdomizil.

Sehnsuchtsort für Promis

Bereits seit den frühen 1950er Jahren zieht es Prominente immer wieder nach Ischia. So stiegen in dem Nobelhotel Albergo della Regina Isabella in Lacco Ameno Hollywood-Größen wie Liz Taylor und ihr Ehemann Richard Burton, Charly Chaplin, Clarke Gable oder Bühnenstars wie Maria Callas ab. Das Hotel diente auch als Filmkulisse für “Der talentierte Mr. Ripley”.

Der Ort hat jedoch nicht nur für den Jet-Set etwas zu bieten, denn Schätze aus griechischer und römischer Zeit sind im Archäologischen Museum von Pithecusae und in unmittelbarer Strandnähe “Il Fungo”, ein riesiger Pilz aus Tuffstein, zu bewundern.

Erinnerungen an kitschige Italien-Filme der 60er Jahre werden auch wach, wenn man sich zum Sonnenuntergang bei der weiß gekalkten Wallfahrtskirche Santa Maria del Soccorso in Forio einfindet und von dort den weiten Blick übers Meer bis hin zum Punta Imperatore, dem westlichsten Zipfel Ischias, genießt.

Die wohl berühmteste Kirche der Insel, deren Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen und die von Seefahrern in Auftrag gegeben wurde, thront auf einem Felsvorsprung über dem Meer und ist durch byzantinische, maurische und süditalienische Elemente geprägt. Das geschichtsträchtige Forio wird auch durch mehrere “torrini”, zinnenbekrönte Wehrtürme, die vor Sarazenenüberfällen schützen sollten, überragt.

Zudem beherbergt der anmutige Ort im Westen der Insel mit den Giardini La Mortella und dem Giardini Ravino zwei inzwischen weltberühmte Gärten.

Sensationelle Botanische Gärten

Der englische Komponist William Walton ließ sich in den 50er Jahren mit seiner Ehefrau Lady Walton in Forio nieder und machte den Giardini La Mortella (italienisch: Ort der Myrten) mit Hilfe des berühmten Gartenarchitekten Russel Page zu einem Paradies für Naturliebhaber und Ruhesuchende.

Auf Grund seines Artenreichtums von über 3.000 verschiedenen Pflanzen und der künstlerischen Gestaltung mit diversen Bächen, Brunnen, Fontänen und Wasserbecken wurde der Park im Jahr 2004 mit dem ersten Preis “Il Parco Più Bello d‘Italia” (der schönste Park Italiens) im Wettbewerb mit über 100 anderen Gärten ausgezeichnet. In den Sommermonaten finden in dem Park, der im Laufe der Jahre viele illustre Gäste hatte, zahlreiche Konzertveranstaltungen statt.

Selbst der britische König Charles III, der für seinen “grünen Daumen” bekannt ist, kam zu Besuch, weihte das Walton-Museum samt Konzertsaal ein und schrieb das Vorwort für das Buch “La Mortella: An Italian Garden Paradise”, das Susana Walton verfasste.

Einer der größten Kakteen- und Sukkulentengärten Europas befindet sich nur wenige Busstationen entfernt. Denn hier hat sich Giuseppe D’Ambra einen Lebenstraum erfüllt. Als Seefahrer hatte er in den 60er Jahren begonnen, die Welt zu bereisen und überall Pflanzen zu sammeln.

Mit Säcken voller Samen und Ablegern seltener Pflanzen, die wegen des milden Klimas auf Ischia prächtig gediehen, kehrte er nach Hause zurück und eröffnete 2005 den Giardini Ravino, der inzwischen auf 6.000 Quadratmeter angewachsen ist.

Der Garten beherbergt mehr als 1.500 exotische Palmen, 800 Kakteenarten und über 350 Sukkulenten, darunter etliche Prachtexemplare wie einen inzwischen 50- jährigen über acht Meter hohen Kandelaber-Kaktus, der regelmäßig blüht.

Geheimtipp Procida

“Einen Ausflug zur Insel Procida sollten Sie unbedingt machen”, rät uns der nette Concierge des Hotel Terme Tritone. “Es gibt mehrere Fährverbindungen täglich von Ischia Porto oder Lacco Ameno und die Bootsfahrt dauert nur knapp eine Stunde.

” Die autofreie, nur 4,1 qkm große Insel ist nicht nur wegen ihrer malerischen bunten Häuser bis auf die Hochsaison im August noch ein echter Geheimtipp. Es geht hier viel beschaulicher als auf dem Touristen-Hot-Spot Capri zu, und beim Blick vom Festungshügel auf die pastellfarbenen Häuser oder dem Espresso am Hafen stellt sich das Gefühl von “Dolcefarniente” sehr schnell ein.

Wer noch mehr Aktivitäten sucht, kann mit den Buslinien CD oder CS rund um die Insel Ischia fahren, das Aquädukt nahe Barano bewundern, das zwar häufig fäschlicherweise als Bauwerk der Römer bezeichnet wird, in Wahrheit aber aus dem 17. Jahrhundert stammt, oder den Bus nach Fontana nehmen und von dort aus den Monte Epomeo, den mit 789 Metern höchsten Gipfel der Insel mit toller Aussicht, erklimmen.

Und den besonderen Kick gibt es bei einer Übernachtung als “Leuchtturmwärter”: Hoch über dem Tyrrhenischen Meer ist dies auf dem Faro Imperatore möglich. Der Leuchtturm liegt oberhalb der berühmten Poseidon Therme und bietet mit dem nötigen Kleingeld in vier exklusiven Zimmern die Möglichkeit, lokale Speisen mit einer unbeschreiblichen Aussicht auf den Golf von Neapel zu genießen.

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