Die Mehrheit der Praxen ist mit ihrem Praxisverwaltungssystem (PVS) unzufrieden. Ein Drittel erwägt einen Wechsel der Software. Fast 60 Prozent der Wechselwilligen begründen dies mit mangelnder Nutzerfreundlichkeit und zu hohen Lizenzgebühren. Unzureichender Kundensupport (52 Prozent) sowie versteckte Preissteigerungen und zu hohe Wartungskosten (jeweils 46 Prozent) sind weitere zentrale Motive.
Das sind die zentralen Ergebnisse einer Befragung von über 3.100 Praxisinhabern und MVZ-Leitungen, die das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) im Januar veröffentlicht hat. In die Studie flossen die Antworten zu 32 Systemen ein, die zusammen über einen Marktanteil von 77,4 Prozent verfügen.
Die durchschnittliche Benutzerfreundlichkeit der PVS – auf einer Skala von 1 bis 100 – liegt demnach bei 63,1 (2024: 59,7 Punkte). Nach wie vor gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Systemen, zeigt die Studie. Entsprechend ist auch die Wechselbereitschaft je nach PVS unterschiedlich hoch.
Der Hauptgrund, der Praxisinhabende daran hindert, das PVS zu wechseln, liegt laut der Studie in der Sorge vor Schwierigkeiten bei der Datenmigration begründet. Tatsächlich berichteten aber mehr als 72 Prozent der Befragten, die den Wechsel gewagt haben, dass die Migration am Ende reibungslos verlief. Vier von fünf sagten zudem, dass die Trainings- und Umschulungsmaßnahmen inhaltlich gut aufbereitet und hilfreich waren.