Für viele ist die Anstellung als Hausärztin oder Hausarzt nur eine Übergangsphase bis zur eigenen Praxis. Darauf weisen aktuelle Zahlen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hin.
Vor allem junge Angestellte zeigten der Mitte Dezember vorgestellten Umfrage zufolge eine ausgeprägte Bereitschaft, sich niederzulassen. Auf die Frage “Planen Sie, sich in Zukunft selbst (…) niederzulassen?” antworteten fast 40 Prozent der bis 35-Jährigen mit Ja. Gut 45 Prozent in dieser Altersgruppe zeigten sich unentschlossen, nur 15 Prozent schlossen die eigene Praxis deutlich aus. Bei den 35- bis 39-Jährigen will sich jeder Dritte niederlassen, genauso viele haben dies nicht vor. Gut 36 Prozent sind unentschlossen.
Das Zi hatte von Ende Januar bis Ende April 2025 mehr als 3.200 angestellte Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zu ihrer aktuellen beruflichen Situation, aber auch zu ihren Karriereoptionen und Zukunftsplänen befragt.
Demnach weiß eine große Mehrheit um die Herausforderungen in der Selbstständigkeit. Als größte Herausforderung für eine potenzielle Niederlassung bezeichneten gut 67 Prozent der Angestellten die Verfügbarkeit von Praxispersonal. Gut 64 Prozent sehen den Aufwand für die Digitalisierung als Hürde, gefolgt von der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das sehen fast 62 Prozent der befragten Angestellten als Problem an.