Dass Krankenkassen in Mecklenburg-Vorpommern (MV) erneut Versorgungsverträge gekündigt haben, kritisiert der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Mecklenburg-Vorpommern (HÄV MV). “Natürlich kennen wir die finanzielle Situation der Krankenkassen, gleichzeitig wird mit jeder Kündigung wie z. B. dem VERAH-Care-Vertrag zum 31.12.2025 durch die Barmer die medizinische Versorgung im Flächenland MV schlechter! Hier wird eindeutig an falscher Stelle und bei den Schwächsten gespart!”, so Dr. Stefan Zutz, HÄV MV-Vorsitzender.
Gerade die in Delegation erbrachten Leistungen seien für die wohnortnahe Versorgung dringend nötig, arztentlastend und kosteneffizient, so Zutz weiter. Es sei daher “absolut inakzeptabel”, dass sich die Barmer hier ihrer Verantwortung entziehe und – entgegen der vertraglichen Zusicherung – eine Weiterentwicklung der Versorgung verweigere.
Die Barmer müsse ihre vertraglichen Zusagen einhalten, fordert der HÄV MV, und auch die seit 2009 existierenden Vorgaben zum Angebot einer Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) umsetzen. “Die Praxisteams in MV sind personell bereit, die gesundheitliche Versorgung im ganzen Land sicherzustellen. Jetzt müssen auch die finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen werden!”, so der HÄV MV weiter.
red