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Klimawandel und GesundheitDosieraerosol-Umstieg: Kleiner Hebel mit großer Wirkung

Um den CO₂-Fußabdruck der eigenen Praxis zu verbessern, können Hausärztinnen und Hausärzte am effektivsten bei der Medikamentenverordnung ansetzen. Denn hier befindet sich eine entscheidende Stellschraube (s. Abb. unten).

An der Logistik vieler Medikamente (Herstellung der Grundstoffe in China, Verarbeitung in Indien, Verpackung in Spanien usw.) und dem sich daraus ergebenden hohen CO₂-Fußabdruck können wir sicher nichts ändern, aber ein Bereich kann und muss verändert werden: Dosieraerosole (DA) sind im Vergleich zu den Pulverinhalatoren (DPI, Dry Powder Inhaler) extrem klimaschädlich.

Die früher eingesetzten Fluorchlorkohlenstoffe (FCKW) wurden zu Recht wegen der Schädigung der Ozonschicht verboten und seit 1989 durch Flurane ersetzt. Diese schädigen zwar nicht mehr die Ozonschicht, sind aber sehr starke Treibhausgase, was mangels Alternativen in Kauf genommen wurde.

Ordnet man CO₂ eine Klimaschädlichkeit von 1 zu (sogenanntes Global Warming Potential, GWP), hat das häufig eingesetzte Norfluran eine Schädlichkeit von 1.430 und das nur noch in wenigen DA enthaltene Apafluran sogar 3.600. Die drei noch vorhandenen Präparate mit Apafluran finden sich in der S2k-Leitlinie “Klimabewusste Verordnung von Inhalativa” der DEGAM. Sie sollten schnellstens durch weniger klimaschädliche DA oder besser durch Pulverinhalatoren ersetzt werden.

Wenn man den CO₂-Fußabdruck betrachtet, der durch die Umstellung von DA auf DPI reduziert wird, bringt diese Umstellung mehr als die Umstellung auf vegetarische Kost (die natürlich auch sinnvoll wäre). Wir können also mit einer kleinen Therapieumstellung sehr viel erreichen!

Wichtig in der Praxis: Für eine solche Umstellung kommt nicht jeder Patient in Frage. Kinder unter fünf Jahren und geriatrische Patienten sollten nicht umgestellt werden. Auch beim akuten Asthmaanfall oder akuter COPD-Exazerbation sind vermutlich die DA doch besser geeignet. Studien zur Umstellung zeigen aber, dass es vielen Patienten danach sogar deutlich besser geht und sie mit dem neuen Device zufriedener sind als vorher.

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