Vor 200 Jahren starb der Pionier der Sozialmedizin: Johann Peter Frank. Er hat in seinem Werk über die "medicinische Polizey" die Grundlagen für ein öffentliches Gesundheitswesen gelegt.
In der aktuellen Pandemie bestimmt die Medizin alles, die Politik und unseren Alltag. Darin gipfelt eine Entwicklung, die auf einen Pionier der Sozialmedizin zurückgeht: Johann Peter Frank, der vor 200 Jahren, am 24. April 1821, gestorben ist. Der Arzt und Philosoph trat dafür ein, dass der Staat Verantwortung dafür übernehmen müsse, Seuchen von der Bevölkerung abzuwenden.
Dazu forderte er genau das, was heute Realität ist, nämlich, dass die Medizin über allem zu stehen und dass sich das gesamte Leben, öffentlich und privat, der Gesundheit unterzuordnen habe.
Vater der öffentlichen Hygiene
Franks Hauptwerk, das “System einer vollständigen medicinischen Polizey”, an dessen sechs Bänden er etwa 40 Jahre gearbeitet hat, ist die Grundlage der Sozialmedizin, des öffentlichen Gesundheitswesens sowie der öffentlichen Gesundheitspflege als Spezialdisziplin der Medizin. Damit sei Frank der Vater der öffentlichen Hygiene, so der Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.
Frank war einer der prominentesten Ärzte seiner Zeit und ein typischer Vertreter der Aufklärung. Sein Studium und seine Karriere führten von Frankreich nach Italien, von Wien nach Vilnius und St. Petersburg und schließlich zurück nach Wien. Seine Lebensaufgabe sah Frank darin, als Arzt dem Staat zu dienen. Sein Wahlspruch: “Servandis et augendis civibus” (Die Bevölkerung gesund zu erhalten und zu vermehren).
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