Während Regionen in Norditalien, der Schweiz und Teilen Spaniens steigende Lebenserwartungen verzeichnen, sieht es in Deutschland weniger gut aus. Das ist eines der Ergebnisse einer neuen Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und des französischen Instituts für demografische Studien (INED).
Die Forschenden haben dafür regionale Sterblichkeitsdaten aus 450 Regionen in 13 europäischen Ländern von 1992 bis 2019 ausgewertet. Bis 2005 sei dabei die Lebenserwartung in Westeuropa mit hoher Geschwindigkeit angestiegen, dann sei eine Wende eingetreten.
In den Jahren 2018 und 2019 betrug der durchschnittliche jährliche Zuwachs nur noch etwa 2 Monate für Männer und 1 Monat für Frauen. Dabei seien die regionalen Unterschiede von einer wachsenden Kluft gekennzeichnet, da insbesondere Regionen mit einer niedrigen Lebenserwartung deutlich geringere Anstiege verzeichnen konnten.
“Ausschlaggebend ist hierbei die Entwicklung der Sterblichkeit bei den 55- bis 74-Jährigen”, erklärt Dr. Pavel Grigoriev, vom BiB und einer der Hauptautoren der Studie.
