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Risikokarte des RKI2 neue FSME-Risikogebiete in Sachsen und Sachsen-Anhalt

Mit dem Landkreis Nordsachsen und dem Stadtkreis Halle (Saale) sind jetzt 185 Kreise in Deutschland als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Hier empfiehlt die STIKO Menschen, die zeckenexponiert sind, eine FSME-Impfung. Doch auch in Nichtrisikogebieten kommen FSME-Fälle vor, betont das Robert Koch-Institut. Hier sei eine besonders sorgfältige Untersuchung und Dokumentation nötig.

Ixodes ricinus ist die am häufigsten In Deutschland vorkommende Zeckart.

Im Jahr 2025 wurde mit 693 FSME-Erkrankungen die dritthöchste Erkrankungszahl seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001 gemeldet. Das berichtet das Robert Koch-Institut (RKI). Bei 57 Prozent wurden neurologische Manifestationen einer Meningitis, Enzephalitis oder Myelitis angegeben. Todesfälle wurden nicht berichtet.

Wie auch schon im vergangenen Jahr war die Mehrzahl (98 Prozent) der 2025 übermittelten FSME-Erkrankten war gar nicht oder unzureichend geimpft, d.h. die Grundimmunisierung war unvollständig oder Auffrischimpfungen fehlten.

Mit Stand Januar 2026 wurden zwei neue Regionen als FSME-Risikogebiete ausgewiesen: 1. In Sachsen der Landkreis (LK) Nordsachsen; In Sachsen sind damit alle Regionen mit Ausnahme vom Stadtkreis (SK) und LK Leipzig als FSME-Risikogebiet eingestuft. 2. In Sachsen-Anhalt wird der SK Halle (Saale) Risikogebiet und damit der dritte Kreis in diesem Bundesland. Aktuell sind damit 185 Kreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen.

Das RKI weist aber auch darauf hin, dass auch in Bundesländern ohne FSME-Risikogebiete vereinzelt FSME-Erkrankungen beobachtet wurden, sodass besonders während der Zeckensaison bei entsprechender Symptomatik überall in Deutschland an FSME gedacht werden sollte. “Von 2002–2025 traten insgesamt 248 Fälle außerhalb der im Jahr 2025 ausgewiesenen Risikogebiete auf, davon 40 im Jahr 2025”, heißt es im aktuellen Epidemiologischen Bulletin.

“Eine valide Bewertung von FSME-Fällen in Nichtrisikogebieten bedarf einer besonders sorgfältigen klinischen, labordiagnostischen und epidemiologischen Untersuchung und Dokumentation. Dies gilt vor allem für Kreise, die nicht an bestehende FSME-Risikogebiete grenzen und in denen vorher noch keine FSME-Fälle beobachtet wurden”, erinnert das RKI.

Die Anamnese sollte daher sowohl durchgemachte FSME-, Gelbfieber-, Japanische-Enzephalitis-, Denguefieber-, Westnilvirus-(WNV-) und Zikavirus-Erkrankungen als auch frühere Impfungen gegen FSME, Denguefieber, Gelbfieber, Japanische Enzephalitis bzw. Aufenthalte in den entsprechenden Endemiegebieten erfassen. “Eine Exposition mit diesen Erregern oder Impfungen können zu einem falsch-positiven FSME-Ergebnis im antikörperbasierten Nachweisverfahren Enzyme-linked Immunosorbent Assay (ELISA) führen.”

red

Quelle: Epid Bull 9/26

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