Berlin. Derzeit kann es laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu Lieferengpässen bei salbutamolhaltigen Arzneimitteln kommen. Das kann eine vorübergehende Anpassung in der Behandlung erfordern. Das Institut verweist hierzu nochmals auf seine Ratschläge (von 2023) zur Milderung des Mangels.
Die AOK-Gemeinschaft hat daraufhin am Donnerstag (29.1.) mitgeteilt, dass sie auch die ggf. durch die Umstellung entstehenden Mehrkosten bei salbutamolhaltigen Dosieraerosolen für ihre Versicherten von 1. Februar an übernimmt. Dies gelte solange der Engpass von Behördenseite bestehe.
“Hausärztliche Praxis” hat daraufhin auch bei den weiteren großen Krankenkassen – Techniker Krankenkasse, Barmer und DAK Gesundheit – die Kostenübernahme erfragt. Bis Freitag (30.1.) hat sich bereits die Barmer zurückgemeldet: Auch sie übernimmt die Mehrkosten für die Zeit des Lieferengpasses, sofern “Salbutamol-Dosieraerosole nur mit Mehrkosten verfügbar sind”. Diese könnten Apotheken dann direkt über das Kassenrezept mit der Barmer abrechnen. “Entsprechende Verordnungen sind für die Ärzteschaft selbstverständlich nicht regressbedroht”, stellt die Kasse klar. jvb
