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Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Saarland39. saarländischer Hausärztetag: Neues aus der Gendermedizin

Der frisch gewählte Vorstand des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes im Saarland (v.l.): Dr. Ulli Schweig, Dr. Petra Kappel, Dr. Laila El-Masri, Mouliya Schumann und Dr. Schahin Aliani.

Beim 39. Saarländischen Hausärztetag Ende November 2025 drehte es sich schwerpunktmäßig um die Gendermedizin und Erkenntnisse für die hausärztliche Praxis. In ihren Vorträgen beleuchteten Prof. Dr. Sandra Iden und Prof. Dr. Frank Kirchhoff vom Centrum für geschlechtsspezifische Biologie und Medizin (CGBM) an der Universität des Saarlandes die Geschlechterspezifische Grundlagenforschung und ihre Translation in die hausärztliche Praxis.

Während man sich jahrzehntelang aufs männliche Geschlecht konzentriert habe, sei es mittlerweile verpflichtend, sowohl die Grundlagenforschung als auch klinische Studien mit beiden Geschlechtern und verschiedenen Ethnien durchzuführen. Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth, Co-Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, konzentrierte sich in ihrem Vortrag auf die Bedeutung der Gendermedizin in der Hausarztpraxis.

Buhlinger-Göpfarth betonte die zahlreichen Unterschiede bzgl. der Pharmakokinetik und Pharmakodynamik verschiedener Wirkstoffe anhand von eindrücklichen Beispielen. So würden Penicilline, Gyrasehemmer, ASS und Zolpidem bei Frauen langsamer abgebaut. Dies führe beispielsweise zu vermehrten Unfällen bei Frauen durch einen Zolpidemüberhang, welcher in der Zulassungsstudie aufgrund der Ausrichtung auf männliche Probanden nicht entdeckt worden sei. Erst im Nachgang sei die Dosis für Frauen reduziert worden.

Digitalispräparate müssten aufgrund einer stärkeren Wirksamkeit mit besonderer Vorsicht bei Frauen eingesetzt werden, wohingegen z. B. NSAR bei Männern deutlich besser wirksam seien. Metoprolol wirke bei Frauen aufgrund einer anderen Enzymausstattung deutlich stärker, während Bisoprolol keine geschlechterabhängigen Unterscheide zeige.

Darüberhinaus ging Buhlinger-Göpfarth auf die soziokulturellen Unterschiede zwischen Mann und Frau ein. So würden Frauen für sich selbst seltener den Notdienst als für ihren Mann rufen, gingen aber häufiger zu Vorsorgeuntersuchungen. Frauen und Männer würden bei gleichen Erkrankungen oft unterschiedliche Symptome angeben. Weitere geschlechterspezifische Unterschiede erläuterte sie an ausgewählten Krankheitsbildern wie z. B. dem akuten Myokardinfarkt, der Depression und dem Kreuzbandriss.

Mit einem neu formierten Vorstand (siehe auch Hausärztliche Praxis 1/26), starken wissenschaftlichen Impulsen und der politischen Zusage einer verlässlichen Zusammenarbeit blickt der Saarländische Hausärztinnen- und Hausärzteverband optimistisch in die kommenden Jahre.

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