Dieser Beitrag ist eine Sonderveröffentlichung mit freundlicher Unterstützung von Viatris Germany GmbH
SonderveröffentlichungInfluenza-Impfung in der Hausarztpraxis: Zielgruppen, Argumente, Gesprächsführung
5 Min.
20. Okt. 2026
Wer sollte gegen Influenza geimpft werden? Welche Argumente sprechen insbesondere bei kardiovaskulär vorerkrankten Patienten für die Impfung? Und wie lassen sich zögernde Patienten im Gespräch erreichen? Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Empfehlungen, medizinischen Argumente und Ansätze für eine motivierende Gesprächsführung zusammen.
Bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung wird eine Influenza-Impfung empfohlen.
Chronisch Kranke jährlich gegen Influenza impfen
Menschen mit chronischen Erkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für schwere oder tödliche Verläufe einer Influenza. Eine Impfung kann vor der Erkrankung schützen. Allerdings bestehen große Impflücken, vor allem bei jüngeren chronisch kranken Erwachsenen. Derzeit sind in Deutschland nur 28% der Menschen mit einer Grunderkrankung gegen Grippe geimpft. Das ist der niedrigste Stand seit 17 Jahren [1].
In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen lag die Impfquote in der Saison 2024/25 sogar nur bei etwa 6% und bei den 30- bis 39-Jährigen bei nur etwa 8% [2].
STIKO-Empfehlungen
Empfohlen wird die Influenza-Impfung für alle Menschen ab einem Alter von 6 Monaten, wenn eine erhöhte gesundheitliche Gefährdung infolge einer Grunderkrankung besteht. Dazu gehören u.a. chronische Erkrankungen der Atmungsorgane, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus und andere Stoffwechselerkrankungen, chronische neurologische Erkrankungen und eine angeborene oder erworbene Immundefizienz [3].
Weitere Zielgruppen, denen eine jährliche Influenza-Impfung empfohlen wird, sind Menschen ab 60 Jahren sowie Schwangere ab dem zweiten Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung bereits ab dem ersten Trimenon. Darüber hinaus ist die Impfung enger Kontaktpersonen gefährdeter Menschen sinnvoll, insbesondere für diejenigen, die mit ihnen im selben Haushalt leben oder diese betreuen.
Besonders wichtig ist die Impfung von Kontaktpersonen für Menschen mit erwartbar reduzierter Impfwirksamkeit, etwa bei Immundefizienz [3].
Impfstoff nach Alter wählen
Bei den genannten Risikogruppen sollte die Influenza-Impfung jährlich erfolgen, und zwar mit einem für das jeweilige Alter passenden Impfstoff. Für Menschen ab 60 Jahren empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) inaktivierte Hochdosis oder MF59-adjuvantierte Influenza-Impfstoffe mit aktueller WHO-Antigenkombination, für jüngere Risikopersonen dagegen einen inaktivierten Standardimpfstoff [3].
Influenza und Herz: Was für die Impfung spricht
Eine Influenza aktiviert Entzündung und Gerinnung, erhöht den Sauerstoffbedarf des Herzens und kann
Für Hausärztinnen und Hausärzte, Praxismitarbeitende und ÄiW (Allgemeinmedizin und Innere Medizin mit hausärztlichem Schwerpunkt) ist der Zugang immer kostenfrei.
Mitglieder der Landesverbände im Hausärztinnen- und Hausärzteverband profitieren außerdem von zahlreichen Extras.