Die realen Jahresüberschüsse der rund 80.000 ärztlichen und 29.000 psychotherapeutischen Praxen sind – unter Berücksichtigung der Inflationsrate 2023 – im Vergleich zu 2022 deutlich um 13,3 Prozent gesunken, warnt das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Ende März hat das Zi Vorabinformationen zum Praxis-Panel (ZiPP) über die wirtschaftliche Lage der Arzt- und Psychotherapiepraxen 2020-2023 veröffentlicht.
Insgesamt seien die Einnahmen zwischen 2020 und 2023 um 11,1 Prozent gestiegen. Die Gesamtaufwendungen der Praxen hätten im gleichen Zeitraum deutlich stärker zugenommen: Zwischen 2020 und 2023 seien sie um insgesamt 17,6 Prozent und damit stärker als die allgemeine Preisentwicklung (plus 16,7 Prozent) gestiegen. Größter Kostentreiber seien die Personalausgaben gewesen.
Diese stiegen zwischen 2020 und 2023 um 26,5 Prozent und machten zuletzt rund 58 Prozent der Gesamtaufwendungen aus, so das Zi. Obige Ergebnisse beruhen auf der im ersten Halbjahr 2025 durchgeführten ZiPP-Erhebung. An der Erhebung hätten 2.829 vertragsärztliche und -psychotherapeutische Praxen teilgenommen, davon 1.932 mit vollständigen Angaben über alle vier Jahre (2020 bis 2023).
red
