Erstmals hat es 2023 mehr hausärztliche als psychotherapeutische Videosprechstunden gegeben: Ihr Anteil lag bei 41 Prozent (psychotherapeutische: 40 Prozent), wie aus dem Bericht des Bewertungsausschusses zur telemedizinischen Leistungserbringung im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) hervorgeht. Dieser wurde Anfang Dezember durch den Deutschen Bundestag veröffentlicht.
Wie aus dem Bericht hervorgeht, wurde 2023 bei rund 900.000 Versicherten eine Videosprechstunde genutzt. Das waren etwa 100.000 Versicherte weniger als 2022. Die Zahl der Behandlungsfälle blieb mit etwa 1,5 Millionen annähernd gleich.
Versicherte, die Videosprechstunden in Anspruch nahmen, waren laut dem Bericht überdurchschnittlich im jüngeren Erwachsenalter und mehrheitlich weiblich. So wurden rund 50 Prozent der Videosprechstunden von Versicherten zwischen 20 und 39 Jahren und insgesamt 60 Prozent der Videosprechstunden von Frauen in Anspruch genommen.
