Schilddrüsenknoten treten zwar häufig auf, sind in den meisten Fällen aber harmlos. In einer Ankündigung der neuen S3-Leitlinie “Schilddrüsenknoten bei Erwachsenen in der hausärztlichen Versorgung” betont die federführende Gesellschaft DEGAM daher: “Keine Überdiagnostik bei Schilddrüsenknoten!” In der Leitlinie wird empfohlen, weder mittels Sonographie noch mittels Palpation anlasslos auf Schilddrüsenknoten zu screenen.
Denn damit würde nur in den seltensten Fällen ein behandlungsbedürftiger Knoten entdeckt, während es in der Regel eine hohe Zahl an teils schädlichen Folgeuntersuchungen und -behandlungen gebe, betont die DEGAM. Auch auf Zufallsbefunde geht die Leitlinie ein: Bei unauffälliger Anamnese und fehlendem klinischen Malignitätsverdacht (z.B. bei Inzidentalom im Rahmen von Carotis-Doppler) sollte keine Kontrolle erfolgen.
red
